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Einkommensrunde 2018 eröffnet!

Im Jahr 2018 stehen Tarifverhandlungen über die Bezahlung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst an. Davon sind auch einige Tarifverträge Nahverkehr, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen oder Hessen, betroffen. Das bedeutet, dass die Höhe der Bezahlung der Beschäftigten in den kommunalen Verkehrsunternehmen dieser Bundesländer, an die Bezahlung des öffentlichen Dienstes gekoppelt ist. Um nun eine angemessene Forderung für die anstehenden Verhandlungen aufstellen zu können, hat unsere Dachorganisation der DBB so genannte Branchentage ins Leben gerufen. Bei den Branchentagen diskutieren die Beschäftigten mit den Vertretern des DBB und seiner Mitgliedsgewerkschaften über die Forderungen zur anstehenden Einkommensrunde mit Bund und Kommunen. Ein solcher Branchentag fand unter Leitung der Nahverkehrsgewerkschaft am 5. Februar 2018 in Düsseldorf statt.

Der Vorsitzende der NahVG der Region West und zugleich Vorsitzende der Ortsgruppe in Düsseldorf, Heiko Goebel, konnte zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus ganz Nordrhein-Westfalen, sowie den stellvertretenden Vorsitzenden der DBB Bundestarifkommission, Thomas Gelling, und von der NahVG den Vorsitzenden, Axel Schad, begrüßen. Das Interesse an der Diskussion war so groß, dass leider nicht alle Teilnehmer einen Sitzplatz bekamen. Der guten Stimmung und der sachlichen Beratung tat dies aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil!

Heiko Goebel, erinnerte in seiner Eröffnung daran, dass es aktuell um Einkommensverbesserungen geht, sich die Beschäftigten aber in einem komplexen beruflichen Umfeld bewegen. Dies gelte nicht nur für die Mitarbeiter im Fahrdienst, sondern auch für Beschäftigte in den Werkstätten und der Verwaltung: „Wir haben einen verantwortungsvollen und für die Gesellschaft unverzichtbaren Beruf. Er ist in den letzten Jahren kontinuierlich schwerer und belastender geworden. Das muss von der Gesellschaft anerkannt werden – auch durch eine angemessene Bezahlung.“

Thomas Gelling stimmte dem zu und wies darauf hin: „Nicht nur für Bund und Länder sprudeln die Steuereinnahmen, auch die Finanzsituation der Kommunen hat sich deutlich verbessert. Höchste Zeit, auch den Beschäftigten reale Einkommenszuwächse zu verschaffen.“

In der sich anschließenden fast zweistündigen Diskussion hatten die Kolleginnen und Kollegen das Wort. Dabei ging es dann neben der Einkommensentwicklung vor allem um Themen, wie die Eingruppierung des Fahrdienstes und mögliche Kompensationen für die besondere Verantwortung der Kolleginnen und Kollegen, Belastungen durch unregelmäßige Arbeitszeiten und eben auch um eine angemessene Forderung für die Einkommensrunde. Es zeichnete sich schnell ab, dass hier die unteren Einkommensgruppen besonders im Fokus stehen. So beträgt der Abstand eines neu eingestellten Fahrdienstmitarbeiters in NRW mittlerweile mehr als 400,00 Euro zum Durchschnittsverdienst in der Bundesrepublik! Wie eine anwesende Kollegin ergänzte: „Und das an sieben Tagen die Woche, 24 Stunden, inklusive Sonn- und Feiertage“. Hinzu kommen noch besondere Belastungen zum Beispiel durch die wachsende Zahl gewalttätiger Übergriffe auf die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr.

Axel Schad brachte es am Ende dieses interessanten Tages auf den Punkt: „Es ist unanständig, wenn ein Mensch in unserer Branche mit seinem Einkommen kaum über die Runden kommen kann. Deshalb brauchen wir deutliche Zuwächse in dieser Einkommensrunde – vor allem für die unteren Lohngruppen! Dafür werden wir notfalls auch kämpfen!“

Die Zustimmung der Kolleginnen und Kollegen war eindeutig:
Beifall in der Kantine des Betriebshofs der Rheinbahn in Düsseldorf!


Die nächsten Schritte:
08. Februar 2018: Forderungsbeschluss
26. Februar 2018: 1. Verhandlungsrunde
12./13. März 2018: 2. Verhandlungsrunde
15./16. April 2018: 3. Verhandlungsrunde

Mehr Informationen zur Einkommensrunde


Fotos von: Lothar Drechsel

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